Zimmer zum besten Preis – Hotelportale im Vergleich


Pension Berlin

Unter dieser Überschrift veröffentlichte die faz.net im Juli 2015 einen Artikel über die Preisgestaltung von Hotels und übr die Bestpreisgarantien der verschiedenen Hotelbuchungsportale. In fast allen anderen deutschen Tagesszeitungen war ähnliche Berichte und Artikel zu lesen.
Zitat: „Wer nach einem Zimmer sucht, sollte sich deshalb im Klaren darüber sein, dass er weder bei Booking.com, HRS noch Expedia immer den besten Preis bekommt, Garantie hin oder her.“
Es wäre immer ratsam und lohnenswert direkt beim Hotel anzufragen, ob nun per Telefon oder Mail, da man oftmals einen günstigeren Preis bei einer Direktbuchung erhält.

Was ich nun schreibe, ist natürlich rein subjektiv aus der Sicht des Hoteliers geschrieben und argumentiert.
Ja natürlich sind die Preise direkt im Hotel oftmals günstiger. Die o. g. Hotelbuchungsportale verdienen massig Geld, mit wenig Aufwand, welches sie dann in Suchmaschinenmarketing stecken und inzwischen alle ersten Plätze in den Suchergebnissen belegen, die mit „Hotel“, „Unterkunft“, o. ä. zu tun haben. Woher kommt dieses Geld? Da der Gast beim Buchen nichts bezahlt bleibt nur noch das Hotel, das die Buchungsportale bezahlen muss. Kostenlos ist auch im Internet nichts. Die Hotels müssen an die Hotelbuchungsportale zwischen 15% und 25%, zzgl. 19% MWST, Provision bezahlen. Da ist es doch logisch, dass viele Hotels, diese 15 – 25% nicht aus eigener Tasche bezahlen, sondern versuchen an den Kunden weiter zu geben. Dies kann versteckt, per Mischkalkulation geschenen, indem man einfach alle Preise um einen gewissen Prozentsatz teurer macht, oder eben dadurch, dass für Gäste, die direkt im Hotel buchen, günstigere Preise zur Verfügung stehen, weil das Hotel ja definitiv auch Geld spart.

Bei Flugtickets ist die Lufthansa z. B. seit kurzem dazu übergegangen, bei allen Tickets, die nicht direkt bei Lufthansa, sondern über eines der Flugbuchungsportale gebucht werden, die Kosten für die Vermittlungsgebühr auf den Preis aufzuschlagen. Völlig zu Recht wie ich finde.

Das Argument, dass ich immer wieder höre, dass die Hotels auf die Hotelbuchungsportale angewiesen sind und viele ohne die Portale keine Gäste mehr hätten, stimmt nur bedingt. Tatsache ist, dass die Buchungsportale, Dank des vielen Geldes, welches sie einsetzen, alle vorderen Plätze bei Suchergebnissen der Suchmaschinen belegt haben, und so einzelne, besonders kleinere Hotels einfach aus den Ergebnissen verschwunden sind. Dieses Ungemach haben die Hotels indirekt auch noch selbst, mir ihrem eigenen Geld finanziert. Dumm gelaufen, kann man da nur sagen.
Andereseits ist es natürlich nicht wahr, wie ich immer wieder höre und lese, dass ohne Buchungsprotale nichts mehr geht. Auch in der Zeit vor den Buchungsportalen wurden Hotels gebucht und Urlaube gemacht.
Stellen wir uns mal fiktiv vor, morgen gäbe es keine Hotelbuchungsportale mehr. Würden die Leute dann aufhören Urlaub zu machen, alle Dienstreisen einstellen? Die Frage beantwortet sich wohl von selbst.
Jetzt stellen wir uns mal fiktiv vor morgen gäbe es keine Hotels mehr. Würden die Leute weiterhin über die Hotelbuchungsportale buchen? Nein, natürlich nicht, es gibt ja keine Hotels mehr.
Sollten sich die Hoteliers und Hotels doch mal überlegen, wer wohl auf wen mehr angewiesen ist und sich mal Gedanken über die eigenen Verkmarktungsstrategie machen.
Wenn es wirklich Hotels gibt, die ernsthaft behaupten, dass sie ohne Buchungsportale nicht mehr überleben könnten, haben sie meiner Meinung nach etwas komplett falsch gemacht.


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